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Meine Disziplinaufgabe f?r heute ist gel?st, ich habe etwas geschrieben, allerdings f?r die aktuelle Monatsaufgabe auf www.kurzgeschichten-planet.de und das kann ich ja nun hier nicht posten.

Daf?r poste ich heute zwei Geschichten, die ich f?r die letzte Monatsaufgabe geschrieben habe. Viel Spa? dabei.
1.3.05 17:32




El D?a de los Muertos

Der Tag der Toten war mein liebstes Fest. Schon als kleines M?dchen half ich mit Eifer bei den Vorbereitungen. Ich erinnere mich, dass es schon Wochen zuvor damit anfing, dass die Gr?ber der Verwandten vom Unkraut befreit und neu gewei?elt wurden. Die Stube wurde sauber gefegt und alles geputzt. Schlie?lich sollte alles ordentlich sein f?r den wichtigen Besuch.

Der schwere, s??liche Geruch von R?ucherwerk wie Copal und Yerba Santa mischte sich mit den k?stlichen Essensd?ften aus der K?che, wo meine ?ltere Schwester Rosa unerm?dlich Tortillas r?stete, w?hrend auf dem Herd H?hnchen, Mole und roter Reis bereitet wurden.

Auf dem Tisch in der Stube, den Papa an die Wand ger?ckt hatte, entstand aus Fu?b?nkchen und Obstkisten eine kunstvolle mehrst?ckige Konstruktion, ?ber die Mama ihre besten wei?en Tischt?cher deckte.

Liebevoll schm?ckten wir die Ofrenda, den Altar zur Ehre der Verstorbenen, mit leuchtend orangefarbenen Ringelblumen und flammend rotem Hahnenkamm. Fotografien der Verstorbenen und pers?nliche Gegenst?nde, die sie geliebt hatten, wurden aufgestellt und f?r jeden von ihnen eine lange, wei?e Kerze. Duftende Laibe s??en Hefebrots, in Bananenbl?ttern ged?mpfte Tamales, Totensch?del aus Zucker und Schokolade und die Speisen wurden, h?bsch angerichtet, dazwischengesetzt.
?Die Seelen werden davon nichts essen?, erkl?rte uns meine Mutter, ?aber sie lieben den Duft. Er erinnert sie an das Leben.?
Auch ein Glas Wasser und etwas Salz durften nicht fehlen, um den Durst der Seelen nach ihrer langen Reise zu l?schen.

Die Luft war elektrisiert. Man konnte die N?he des Jenseits sp?ren und dann, am 31. Oktober kamen sie. Zuerst die ?Angelitos?, die Seelen jener, die schon als Kinder von uns gegangen waren wie Mamas Schwester Teresa und Papas Vetter Checo, sp?ter kamen die Erwachsenen.

Ich wei? nicht mehr, wann ich sie das erste Mal sah. Be?ngstigt hatte es mich nie. Beunruhigt hatte es nur die Erwachsenen, als sie feststellten, dass ich es damit ernst meinte. Schlie?lich gew?hnten sie sich aber daran, so wie man sich an ein Paar neue Schuhe gew?hnt.
?Yolanda hat eben die Gabe?, sagte meine Mutter, ?Gott gibt diese Gabe nur ganz besonderen Menschen.?
Aber ich f?hlte mich nie besonders, mir war nicht bewusst, dass ich anders war.

Doch in einem Dorf beh?lt man nichts lange f?r sich.
?Yolanda sieht Geister. Sie spricht mit ihnen?, tuschelte man.
Den anderen Kindern war ich nicht geheuer. Und als meine Schwester Rosa begann, den Jungs sch?ne Augen zu machen und ich sonntags in der Messe auch heimliche Blicke riskierte, merkte ich, dass sich die Gesichter schnell abwandten, als h?tte ich den b?sen Blick. Ich wusste, dass man mich hinter meinem R?cken ?la bruja? nannte, die Hexe. Es bek?mmerte mich sehr, denn ich h?tte so gerne Freunde gehabt und mich verliebt wie Rosa.
?Sie wissen es nicht besser?, sagte meine Schwester tr?stend und nahm mich in den Arm, ?aber du bist etwas ganz Besonderes, Yola.?

Obwohl die Leute mich f?rchteten, kam es vor dass man mich verstohlen ansprach, mir Schokolade oder ein paar Pesos schenkte und mich bat, Ausk?nfte ?ber Verstorbene zu geben oder ihnen Botschaften zu ?bermitteln. So wollte die junge Witwe de Chiapas wissen, ob ihr verstorbener Mann einer erneuten Heirat zustimmte oder Doktor Ru?z wollte seinen Sohn wissen lassen, dass er immer stolz auf ihn war. Sprechen konnte ich jederzeit zu den Seelen, doch sehen konnte ich sie nur an den Tagen zwischen dem 31. Oktober und dem 2. November.

Ich freute mich auch in diesem Jahr, als die Feiertage gekommen waren. Schwer beladen und von Musik begleitet, zogen die Familien am ersten November zum Friedhof, um dort zu feiern und Nachtwache zu halten.

Die Gr?ber waren herrlich geschm?ckt mit Kreuzen und Gestecken aus orangefarbenen Totenblumen, mit Papiergirlanden und wei?en Kerzen. Viele hatten Fotografien zwischen die Blumen gesteckt. Die Luft war erf?llt von allerlei D?ften und Aromen. Auf Decken ?berall zwischen den Gr?bern sa?en Menschen, a?en von den Lieblingsspeisen der Verstorbenen, tranken und erz?hlten sich Anekdoten aus dem Leben der Toten.

Zwischen ihnen wandelten die Seelen und erfreuten sich an dem Schmuck, der Musik und den D?ften, die sie an das Leben erinnerten. Sie verweilten hier und da, lauschten und l?chelten. Der Tod konnte das Band nicht zerrei?en, das zwischen den Lebenden und denen bestand, die von uns gegangen waren. Unsere Erinnerungen hielten sie lebendig, riefen ihr Andenken in unser Herz zur?ck und gaben es weiter an die Kinder, die sich der Verstorbenen oft gar nicht erinnern konnten. Sehen konnten die anderen sie zwar nicht, aber an diesen Tagen sp?rte jeder ihre N?he.

Als die Dunkelheit hereinbrach, war der Friedhof ein Lichtermeer, ?ber dem der Duft von R?ucherwerk lag, und die sanfte Melodie vieler Stimmen und Musik erf?llten die Luft. Ich stand auf und begann zwischen den Gr?bern auf und ab zu wandern. Wenn niemand zusah, sprach ich mit den Seelen, erz?hlte ihnen was es Neues gab in der Welt, die sie zur?ckgelassen hatten.

?He, Yola!? rief jemand. Ich schaute auf. An der Friedhofsmauer lehnte ein Junge in kurzen Hosen, wei?em Hemd und schwarzer Jacke mit einer Ballonm?tze auf dem Kopf. Im Knopfloch trug er eine einzige orangefarbene Bl?te. Ich hatte ihn hier noch nie gesehen. ?Bist du die, die mit den Geistern reden kann?? fragte er.

Ich nickte stumm und wunderte mich, woher der fremde Junge meinen Namen kannte. ?Du bist nicht von hier, oder?? fragte ich unsicher.

?Nein. Aus Puebla; ich besuche hier meine Familie.? Langsam kam er auf mich zu und hielt dabei den Kopf keck zur Seite geneigt. ?Mein Name ist Octavio, aber man nennt mich Tavito.?

?Und du hast keine Angst vor der Hexe, Tavito?? fragte ich etwas gereizt.

?Nein, habe ich nicht?, sagte Tavito und l?chelte. ?Ich wollte immer schon mal eine aus der N?he sehen.? Wieder legte er den Kopf schr?g und sagte: ?F?r eine Hexe bist du aber eigentlich viel zu h?bsch.? Die ewigen Lichter, die auf dem Mauersims aufgereiht flackerten, spiegelten sich in seinen fast schwarzen Augen.

?Du bist ganz sch?n frech, Tavito?, sagte ich und lachte.

?Besser frech als eine Hexe!? feixte er.

Die Musiker hinter uns zwischen den Gr?bern spielten einen Danz?n.

Tavito streckte mir die Hand entgegen. ?Hast du Lust zu tanzen??

Ich nickte und legte meine Hand in seine. Sie f?hlte sich k?hl an und weich. Ganz langsam drehten wir uns zu der schwerm?tigen Musik im Licht tausender Kerzen, die Luft schwer vom Duft der Blumen von Harz, Gew?rzen und Kerzenwachs. Ich f?hlte mich leicht und gl?cklich wie eine Feder im Wind. Tavitos Gesicht leuchtete wei? in der Dunkelheit und die schwarzen Augen blitzten.

Als die Musiker das St?ck beendet hatten, lie? Tavito mich los und wir schauten beide verlegen zu Boden.

?Wie lange wirst du denn bei deiner Familie bleiben?? fragte ich zaghaft und f?hlte, wie meine Wangen brannten.

?Nur ?ber die Feiertage?, gab der Junge zur?ck, den Kopf noch immer gesenkt. Er klang leicht betr?bt. ?Ich bin gerne hier. Ich vermisse meine Familie sehr, wenn ich wieder in der Stadt bin.?

?Yola! Yola, wo steckst du?? h?rte ich Rosa hinter mir.

?Meine Schwester?, erkl?rte ich rasch. ?Warte einen Augenblick, ich schaue nur schnell, was sie will.?

Tavito nickte und l?chelte. Ich drehte mich um und lief auf die Stimme zu.

?Hier Rosa, hier dr?ben?, rief ich.

?Mit wem hast du gesprochen, Yola?? fragte Rosa und runzelte die Stirn.

?Mit einem Jungen aus Puebla, sein Name ist Tavito. Er besucht Verwandte ?ber die Feiertage.?

Rosa l?chelte verschw?rerisch. ?Und, ist er h?bsch, dein Tavito?? fragte sie kichernd und reckte den Hals, um einen Blick ?ber meine Schulter zu erhaschen.

?Ja?, sagte ich und musste ebenfalls kichern. ?Was gibt es denn, warum hast du gerufen??

?Mama und Papa haben dich gesucht. Du sollst noch einmal das Lied singen, das Gro?mama so geliebt hat.?

Ich warf einen Blick ?ber die Schulter und sah Tavito noch immer an der Mauer lehnen. Er nickte mir l?chelnd zu. Widerwillig folgte ich meiner Schwester. Ich konnte Mama ihre Bitte nicht abschlagen, beeilte mich aber, denn ich wollte ihn nicht zu lange warten lassen.

Als ich schlie?lich mein Lied beendet hatte, lief ich zwischen den hell erleuchteten Gr?berreihen hindurch zur?ck. Auf dem Weg stutzte ich und machte ein paar Schritte r?ckw?rts. Mein Blick fiel auf eine vergilbte Fotografie, die zwischen den Blumen auf einem Grab steckte. Ich wusste es sofort und es war, als habe mein Herz kurz aufgeh?rt zu schlagen.

Trotzdem flogen meine Augen ungl?ubig ?ber die Schrift auf dem strahlend wei?en Stein. ?Octavio Mu?oz Mart?n?.

Die alte Se?ora Mart?n, die bei dem Grab sa?, schien meinen Blick bemerkt zu haben.

?Mein Tavito?, sagte sie. ?Ist nun schon so lange fort, der arme Junge. Ist damals nach Puebla gegangen, um Arbeit zu suchen. Gerade sechzehn war er, als er starb.? Ich setzte mich. ?Er hat so gern getanzt?, sagte sie und l?chelte bei der Erinnerung. Dann wurde ihr Blick traurig. ?Ich konnte mich nie richtig von ihm verabschieden.?

?Er vermisst sie sehr, Se?ora Mart?n?, sagte ich leise. ?Und er ist heute hier.?

Se?ora Mart?n sah mich erstaunt an. Nach einer Weile l?chelte sie und sagte. ?Ich habe es eigentlich immer gewusst, Yolanda. Der Tod ist nicht das Ende, sondern ein neuer Anfang und irgendwann sind wir wieder vereint.?

In diesem Augenblick erschienen mir ihre Worte wenig tr?stlich, aber vielleicht war es so, wie man sagte. Dass unser Leben auf der Erde nur ein Traum war, von dem man irgendwann erwachte und am Anfang eines ganz neuen, eines vollkommeneren Lebens stand. Und nur wenigen war es verg?nnt, das wache Leben zu erahnen. Vielleicht hatte meine Mutter Recht und es war doch eine ganz besondere Gabe. Ich blickte in das l?chelnde Gesicht der alten Frau, deren Blick etwas tief Tr?stliches innewohnte.

Nur zum Schlafen kommen wir, nur zum Tr?umen kommen wir. Es ist nicht wahr, es ist nicht wahr, dass wir kommen, um auf der Erde zu bleiben. (Aztekisches Gedicht)




1.3.05 17:59


Feueralarm

Der Schwei? rann ihm aus allen Poren und er rang japsend nach Luft. Diese Hitze war unertr?glich und immer rascher breitete sich das Feuer aus. Es nahm ihm die Luft und er konnte kaum noch atmen. Mit beiden H?nden griff er sich an den Hals, schnappte verzweifelt nach Luft. Er wusste, es k?nnte sein Ende bedeuten, wenn er nicht bald etwas Wasser zum l?schen finden w?rde. Aber ein bisschen Wasser w?rde wohl kaum ausreichen, um das Feuer zu l?schen. Er r?chelte. Nie mehr, nie mehr, so schwor er sich, w?rde er sich f?r diesen verfluchten Chili-Wettbewerb als Testesser melden.
2.3.05 23:39


Heute nur ein h?chst dummes Gedicht, um meine Disziplinaufgabe zu erf?llen, leider ist mein Hirn zu mehr heute nicht f?hig.

Migr?ne

Durch dein Hirn, da zucken Blitze,
Menschen machen dumme Witze,
?belkeit, es schmerzt das Licht,
witzig ist das wirklich nicht.
Es schmerzen Augen, Sch?del, Z?hne,
juppheidi, du hast Migr?ne.

In diesem Sinne...

Gute Nacht. Werde mich nun in ein sch?n dunkles Zimmer legen!
3.3.05 22:23






You Are From the Sun



Of all your friends, you're the shining star.
You're dramatic - loving attention and the spotlight.
You're a totally entertainer and the life of the party.
Watch out! The Sun can be stubborn, demanding, and flirty.
Overall, you're a great leader and great friend. The very best!



4.3.05 08:56


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