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Doros Weblog

Die liebe Arbeit, oder: Overload

Hallöchen!

Diese Woche war mal wieder sehr anstrengend. Von Montag bis Mittwoch hatte ich Fortbildung (jeweils von 9-16 Uhr). Das Angenehme war, dass ich so von Sonntag bis Dienstag keinen Unterricht vorbereiten musste, aber die Fortbildung war sehr intensiv, so dass es doch ziemlich geschlaucht hat. Allerdings hat es sich auch sehr gelohnt, wie ich finde.

Es ging um das Konzept des "Kooperativen Lernens" und das Seminar (das ganz auf Englisch stattfand) wurde von Norm und Kathy Green geleitet. Die beiden sind wahnsinnig sympathisch und konnten mich und meine fünf Kollegen, die ebenfalls teilgenommen haben, richtig begeistern. Sogar so sehr, dass ich jetzt gerade hier sitze und wie im Referendariat schnippel, klebe, Bildchen laminiere und ausschneide. Ich hoffe, diese Begeisterung hält bei uns weiter an und trägt zu unserer Motivation bei. Ansonsten gehört zum Lehreralltag ja am ehesten dieses Gefühl hier:



Hinten auf den Karren wird immer mehr draufgepackt und man verliert so langsam den Boden unter den Füßen.

Am Freitag war ich mit meinen Schülern in Köln, was eigentlich ganz lustig war. Leider ging es mir gesundheitlich ziemlich bescheiden, so dass ich den Ausflug nicht so wirklich genießen konnte. Trotzdem...war schön mal wieder in Köln zu sein. Habe auch im Dom extra eine Kerze für meine Oma aufgestellt.

Jetzt muss ich noch ein bisschen vorbereiten und hoffe, dass ich dann auch noch dazu komme, mal wieder etwas an meinen Buchprojekten herumzuwerkeln.

Total übermotivierte Grüße von der
ansonsten reichlich gestressten
Doro
10.3.07 17:17


Sträflich vernachlässigt...

...habe ich dieses Weblog. Aber ich bin auch so gut beschäftigt. Unterrichtsvorbereitung, Korrekturen, Prüfungsvorschläge, Team Europa, neuerdings noch Koordination der Förderkurse Englisch,...da kommt einiges zusammen.

Außerdem habe ich im Augenblick wie es scheint meine Schreibblockade zumindest teilweise überwunden. Ich komme derzeit ganz gut voran, was meine zwei "Buchprojekte" angeht. Ich scheue mich noch etwas, diesen Begriff zu benutzen, da ich ja nicht weiß, ob daraus tatsächlich mal so etwas wie ein Buch werden wird. Doch es lässt sich momentan ganz gut an. "Sir Cuthbert" hat einen neuen Arbeitstitel erhalten (Vielen Dank an shadow!) und heißt jetzt "Barnabas Bluebottles Reise nach Gestern" und hat mittlerweile 8 Kapitel (von höchstwahrscheinlich 15). Der Rest ist bereits grob vorskizziert. Nachdem ich lange im Kapitel 4 festhing, bin ich jetzt endlich wieder im richtigen Fahrwasser. Nur ist es schwer, neben dem Job noch Zeit dafür zu finden.

Das zweite Projekt, das bisher nur als Idee in meinem Kopf herumspukte und im Prinzip eine Aufarbeitung meiner England-Erfahrungen werden sollte, wurde radikal verändert zu einer Mädchen-Geschichte um ein 15jähriges Mädchen, das einen Schüleraustausch in England macht. Es finden sich durchaus autobiografische Züge, allerdings nur ganz marginal, nicht so, wie ich es zunächst geplant hatte. Arbeitstitel hier: "Herzflimmern und Pommes Frites mit Essig".

Eine dritte Idee, die mir sehr am Herzen liegt und für die ich hin und wieder immer mal Einfälle und Schnipsel notiere, wird wohl bis zur Rente warten müssen, denn ich fürchte, vorher komme ich nicht dazu dieses Machwerk mit dem schönen Arbeitstitel: "Brilliant Creatures - zwei zauberhafte Geschöpfe" zu verfassen. Allerdings muss dieses Buch irgendwann geschrieben werden und wenn es das letzte ist, was ich tue...

Tja...so viel zu meinem literarischen Tun (und Lassen), sollte ich jemals fertig werden, muss sich ja nur noch jemand finden, der bekloppt genug ist, es zu veröffentlichen und jemand, der noch bekloppter ist, der es kaufen würde. *g* Fromme Wünsche. Warten wir es ab.

Heute habe ich immerhin mein "Winterprinzeneisenherz"-Sonett zu einem Lyrikwettbewerb eingeschickt. Viel Hoffnung mache ich mir da zwar nicht, weil die Sonette bestimmt schrecklich spießig finden. Außerdem wissen sie sicher nicht ausreichend zu würdigen, dass es im italienischen Stil und in fünfhebigen Jamben geschrieben ist und außerdem im ersten Quartett zwei Verse mit weiblicher Kadenz zwei mit männlicher (im zweiten Quartett umgekehrt) umarmen. Jawohl! Ich bin toll, oder?
Aber mal im Ernst. Ich glaube, dass ich kaum eine Chance habe. Ich bin eigentlich auch nicht so der Poet, pardon, die Poetin. Nur...wer nicht wagt....

Gänzlich unpoetische Grüße
von der endlich nicht mehr schreibblockierten Doro
1.3.07 18:08


Fußball! Fußball!!

Hallöchen!

Tja, nun ist sie da, die WM und man kann sich ihr kaum entziehen. Ich bin froh, dass endlich Wochenende ist und freue mich so langsam auch echt auf die Sommerferien.

Daher habe ich mir gerade einen köstlichen "Frohes Wochenende"-Cocktail gemischt...leckeres Zitronen-Sorbet (natürlich aus dem Lidl) und köstlicher Sekt (extra trocken bitte). Das Ganze gibt es im Girlie-Schick mit einem pinkfarbenen Strohhalm und einer Erdbeere als Deko. Okay, ich gebe zu, da kommt jetzt nicht so das Fußball-Feeling auf, aber schmeckt wesentlich besser als Bier und Erdnüsse. Und spätestens nach dem dritten Glas, macht es auch keinen Unterschied mehr.

In diesem Sinne... *gröl*

Olé olé olé oléeeeeeeeeeeeee!
9.6.06 17:35


Pfingsten sei Dank!

Hallihallo!

Heute komme ich mal wieder zum Schreiben, da ich heute und morgen noch frei habe. Wie schön, schon mal ein Vorgeschmack auf die großen Ferien. *g*

Gestern hatten wir wieder Tanzkurs und danach muss ich normalerweise ja immer sofort wieder an den Schreibtisch. Dieses Mal konnte ich endlich nach langer Zeit mal wieder am ISLC (Instant Stories Live Contest) vom Kurzgeschichten-Planeten teilnehmen.

Das ist eine ziemlich witzige Angelegenheit. Um Punkt 19 Uhr am ersten Sonntag im Monat wird eine Aufgabe gepostet. Man hat dann exakt 90 Minuten Zeit, um dazu eine passende Geschichte zu schreiben. Diese stehen dann eine Woche zum Lesen, Kommentieren und Voten im Forum, danach werden die Sieger bekannt gegeben. Natürlich leiden die Geschichten immer ein bisschen unter dem Zeitlimit, aber es kommen immer sehr interessante Ergebnisse bei diesen "Spontanergüssen" heraus. Ein toller Wettbewerb, dem leider in letzter Zeit die Beiträge auszugehen schienen. Diesen Monat sind es aber immerhin acht Geschichten geworden. Ich bin mal gespannt.

Zu lesen gibt es die Geschichten auf dem Kurzgeschichten-Planet im Forum unter "ISLC". Wer Lust hat...

Viel Spaß dabei.
Pfingstliche Grüße
Doro
5.6.06 18:44


Stillgelegt

Huhu!

So...ich bin für zwei Tage stillgelegt. Mein Mann liegt seit Sonntag mit Erkältung flach und ich habe mich natürlich prompt angesteckt. Allerdings habe ich bisher "nur" eine fiese Halsentzündung und Kopfschmerzen.

So muss ich mal eine zweitägige Auszeit von der Schule nehmen und hoffe, dass die Erkältung dann gar nicht erst voll ausbricht. Wenigstens komme ich jetzt mal wieder dazu, einen Eintrag im Blog zu machen.

Was gibt es Neues hier? Ich habe das erste Mal als Teil der Prüfungskommission an Abiturprüfungen teilgenommen. Ich musste zum Glück "nur" Protokoll führen, also keine intelligenten Fragen stellen oder so etwas.

Wie es für die Berufskollegs in Sachen "Zentralabitur" aussieht, wissen wir noch gar nicht so recht. Wir fangen ja später an, als die "normalen" Gymnasien. Ich weiß auch noch nicht so recht, ob ich für oder gegen ein Zentralabitur sein soll. Sicher, es beschneidet einen natürlich stark in der Freiheit, die Unterrichtsinhalte selbst zu gestalten. Es wird alles wieder auf einen "Kanon" hinauslaufen in Deutsch und Englisch. Andererseits habe ich das Zentralabi in MeckPomm als große Erleichterung empfunden. Keine doofen Abi-Vorschläge einreichen und man hat auch etwas, woran man sich orientieren kann. Von Vergleichbarkeit der Abschlüsse kann aber vermutlich trotzdem nciht die Rede sein. Es wird sich zeigen, ob das Zentralabi sich durchsetzt oder nicht und ob es Erleichterung oder Erschwernis sein wird.

Viel erschreckender finde ich die neueste Idee, das Staatsexamen für Gymnasiallehrer einfach durch ein BA oder MA Studium zu ersetzen. Sicher, ich plädiere schon lange dafür, dass die Lehrerausbildung in Deutschland verkürzt wird, aber einfach so einen Spar-Studiengang? Was bitte - außer Kosten zu sparen - soll das denn bringen? Das Studium müsste nämlich nicht nur kürzer sondern auch wesentlich praxisnäher werden. Studienbegleitende Blockpraktika zum Beispiel...drei Monate Uni, drei Monate Schule oder so. Dann könnte man gut und gerne die Hälfte der fachlichen Inhalte streichen. Was zum Beispiel fange ich mit Middle English oder Mittelhochdeutsch an? Dahingegen habe ich in der Uni nie einen Kurs gehabt, wie ich die deutsche Grammatik beibringen soll. Ich selber fand Middle English und Mittelhochdeutsch hochinteressant und habe es sehr gerne gemacht, aber das ist wohl kaum der Punkt. Man hätte es gut und gerne auf eine Einführungsveranstaltung: Geschichte und Entwicklung der deutschen (bzw. englischen) Sprache zusammenstreichen können. Da werden einem dann schon einige Zusammenhänge deutlicher, aber alles Weitere? Man wird zum Fachidioten ausgebildet und kommt dann nach sieben Jahren Uni an eine Schule und denkt: "Hilfe!! Da sitzen ja Kinder!!!" (Ich glaube, so hat es auch mal Volker Pispers ausgedrückt).

Aber Sinn und gesunder Menschenverstand haben im deutschen Bildungssystem schon lange nichts mehr verloren. Es geht um Außernwirkung und Prestige (Stichwort: Schulen ans Netz, Elite-Unis, Ganztagsschule - ohne wirkliches Ganztagskonzept...) und darum, möglichst wenig für die Bildung auszugeben. Na ja...was dabei rauskommt, sehen wir ja. PISA lässt grüßen.

Und im pädagogischen Übereifer schaffen wir den "Schutzraum" Schule, in dem die Schüler dann jahrelang in Watte gepackt und mit Samthandschuhen angefasst werden und dann schubsen wir sie raus in die harte Realität unser immer gnadenloser werdenden "sozialen" (?) Marktwirtschaft und wundern uns, wenn sie dort kläglich untergehen. Aber in der Schule die Zügel anziehen und tatsächlich Leistung verlangen? Schon frühzeitig Druck ausüben, um deutlich zu machen, wie ernst man seine Schulbildung nehmen muss? Neeeeeeeeeein. Das können wir den armen Kindern doch nicht antun. Lieber lassen wir sie das, wenn es schon fast zu spät ist, selber schmerzlich erfahren.

Ich glaube, dass der eine oder andere sicherlich Schwierigkeiten hat, sich mit einem eher mittelmäßigen Zeugnis mit horrender Fehlstundenzahl (inklusive etlicher unentschuldigter wegen "Verschlafens" oder Zuspätkommens) irgendwo erfolgreich zu bewerben.

Aber solange Schulbildung hier nicht ernst genommen wird, ist es kein Wunder, dass viele darin eine bloße "Spaßveranstaltung" sehen und alles andere wichtiger nehmen.

Was reg ich mich auf...es wird sich vermutlich doch nichts ändern, dazu fehlt das liebe Geld und der gesunde Menschenverstand bei den Entscheidungsträgern. Vielleicht sollte ich einfach öfter mal vor dem Unterricht ordentlich einen durchziehen. Das entspannt sicherlich ungemein und meine Schüler tun's schließlich auch.
17.5.06 12:24


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